Ein Deutscher wegen Kaufs von Amphetamin und Haschisch im Darknet verhaftet

Auch wenn das Darknet den Strafverfolgungsbehörden immer wieder Schwierigkeiten bereitet, Kriminelle aufzuspüren, die auf der anonymen Plattform mit illegalen Produkten und Dienstleistungen handeln, scheint die deutsche Polizei stetige Schritte im Kampf zu machen. Ihre Ermittlungen haben zur Verhaftung eines 26-jährigen männlichen Verdächtigen geführt, der im Dark Web illegalen Drogenhandel betrieben hat. Der Verdächtige befindet sich bereits in Polizeigewahrsam, weil er angeblich große Mengen an Betäubungsmitteln besessen haben soll.

Die ermittelnden Beamten wurden auf eine Bestellung aufmerksam, die offenbar von dem Beschuldigten stammte und große Mengen an Amphetaminen enthielt. Daraufhin erwirkten sie einen Durchsuchungsbefehl für seine Wohnung.

Die Durchsuchung fand am Mittwochnachmittag statt. In der Wohnung des Verdächtigen wurden ein Kilogramm Marihuana, 150 g Haschisch und weitere 120 g Amphetamine sowie elektronische Beweismittel sichergestellt.

Drogen im Dark Net

Am selben Tag, an dem der Verdächtige festgenommen wurde, ordnete der Staatsanwalt an, ihn dem Richter vorzuführen. Der Staatsanwalt erklärte dem Gericht, wie einflussreich der Verdächtige sei, was die laufenden Ermittlungen gefährden könnte. Daraufhin ordnete der Richter an, dass der Verdächtige in Untersuchungshaft genommen wird, da er im Besitz großer Mengen von Betäubungsmitteln war. Der Verdächtige wird nun in einer Justizvollzugsanstalt festgehalten und wartet auf seine Anhörung.

Deutschland kämpft gegen das Drogen Dark Web

Den Ermittlungen zufolge soll der Verdächtige Teil eines organisierten Drogenkartells sein, das durch eine gemeinsame Operation zerschlagen wurde. Anfang dieses Monats gelang es der gemeinsamen Operation niederländischer und deutscher Behörden mit zusätzlicher Unterstützung von Europol, eine internationale kriminelle Bande zu zerschlagen, die im Dark Web operierte und offenbar mit Drogen handelte und Geld wusch.

Drogen kaufen

Bei der Aktion wurden MDMA, Amphetamine, Ecstasy und Heroin im Wert von weit über 400 000 Euro beschlagnahmt. Die Drogen sollen mit Kryptowährung bezahlt und über Postdienste an potenzielle Kunden geliefert worden sein. Bislang wurden mehr als 12 Verdächtige verhaftet.

In einer weiteren Operation mit dem Namen “clear the dark net”, die von über 200 Münchner Polizeibeamten durchgeführt wurde, führte eine Übung, an der auch der Münchner Zoll und die Staatsanwaltschaft beteiligt waren, um Drogenhändler im Dark Web auszuschalten, zu zahlreichen Festnahmen.

Fast 50 Verkäufer und Kunden wurden verhaftet, wobei Amphetamine, Ecstasy in Form von kristallinem MDMA, LSD-Tabletten, Marihuana, Kokain, Ritalin-Tabletten, Schusswaffen, Fahrzeuge, Bitcoins und Opioide beschlagnahmt wurden.

Bei einer weiteren erfolgreichen Razzia verhafteten die deutschen Behörden, die sich aus Strafverfolgungs- und Zollbeamten zusammensetzten, 28 Verdächtige, von denen die meisten Käufer von Dark-Web-Drogen waren. Bei dieser Aktion wurden MDMA, Ecstasy-Pillen, Amphetamine, Marihuana, Kokain, LSD-Tabletten und Ritalin-Tabletten beschlagnahmt.

Mehr Verhaftungen, weniger Verurteilungen

Trotz der vielen Verhaftungen, die in Deutschland im Zuge der Bekämpfung von Drogen aus dem Dark Web vorgenommen wurden, kam es bisher nur zu wenigen Verurteilungen, da die meisten Fälle noch vor Gericht verhandelt werden. Im Jahr 2015 wurde jedoch ein 20-jähriger Dark-Web-Drogenhändler zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt. Obwohl das Urteil angesichts der Art seiner Straftat nicht gerecht erschien, gilt es dennoch als der “größte Prozess”, der jemals in Deutschland im Zusammenhang mit Straftaten im Dark Web stattgefunden hat.

Drogen online kaufen

In den meisten Fällen, in denen es um Online-Drogen im Dark Web geht, darf die Zollbehörde nicht unerwähnt bleiben. Wenn der Kampf erfolgreich sein soll, muss der Zoll wachsam sein, denn die Drogen werden direkt vor seiner Nase transportiert. Wenn sie Pakete, die durch ihre Dienststellen geschickt werden, schärfer kontrollieren, könnte sich das Bild ändern.

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